Themen-Lesungen

Weihnachten …
/… in Amerika: mit Truman Capote, Carson McCullers und Ray Bradbury /… in Russland: mit Maxim Gorki, Anton Tschechow, Nikolaj Gogol u.a. /… in Frankreich: mit Guy de Maupassant, Alphonse Daudet u.a. /… bei den Buddenbrooks: Lesung aus Thomas Manns gleichnamigem Roman

Von Drahteseln und Pedalrittern – 200 Jahre Fahrradgeschichte(n)
1817 ließ der badische Forstlehrer Freiherr von Drais in Frankreich seine Laufmaschine als “Vélocipède” patentieren. mehr

Seither zeigen sich Autoren der Weltliteratur immer wieder von der „Lust, auf dem eisernen Rosse dahinzujagen“ inspiriert. Mark Twain, Kurt Tucholsky, Flann O’Brien u.a. laden ein zu einer abenteuerlichen LiteraTour auf zwei Rädern. (Die Texte dieser Lesung können auch während der Zwischenstopps einer Radtour gelesen werden.)

Lob des Kaffees
Wer heute genüsslich den Milchschaum von seinem Cappuccino löffelt, ahnt kaum, wie sehr der Kaffee einst die Gemüter erregte, als er seinen Weg von Arabien nach Europa nahm. mehr

Es brachte alle bisherigen Trinkgewohnheiten durcheinander. Ärzte und Wissenschaftler lobten das Getränk überschwänglich – oder verdammten es. Aber sein anregender Duft inspirierte auch von jeher Dichter und Denker: Autoren wie Stefan Zweig, Honoré de Balzac, Knut Hamsun und Friedrich Torberg berichten über brasilianische Kaffeeplantagen, Koffeinsucht und natürlich aus italienischen, türkischen und Wiener Kaffeehäusern.

Reisen oder gereist werden?
Auf eigene Faust oder doch lieber pauschal? Wie wird der Urlaub garantiert zum Fiasko? mehr

Wie verhält man sich kniggekonform angesichts einer barbusigen Strandschönheit? Kann ein blinder Reiseführer Touristen möglicherweise die Augen öffnen? Und wie werden wir in Jahrtausenden reisen? Zeitlose Last-Minute-Tipps für die schönste Zeit des Jahres geben Stefan Zweig, Kurt Tucholsky, Max Frisch, Italo Calvino und Hans Christian Andersen.

Hotelgeschichten
Prominente Autoren – unter Ihnen Victor Hugo, Mark Twain, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig und Urs Widmer – wagen den Blick durchs Schlüsselloch. mehr

Kaum ein Ort hat Literaten so inspiriert wie Hotels. Das Spektrum reicht dabei vom feudal-dekadenten Grandhotel über den soliden, familiären Gasthof  bis zur zwielichtigen Absteige. Im Spannungsfeld zwischen Anonymität und Heimatersatz, Öffentlichkeit und Intimität wurden sie zu Schauplätzen der Weltliteratur.

Reisen im Rückwärtsgang
Eisenbahnfahrten mit H. C. Andersen, T. Capote, W. Koeppen, Luis Sepúlveda, Kurt Drawert mehr

Wenn heute das Reisen mit der Bahn schon von vielen als „Entschleunigung“ begriffen wird, versichert uns Hans Christian Andersen 1840, nach seiner ersten Bahnfahrt von Magdeburg nach Dresden, dass „auch Mephistopheles mit Faust auf seinem Mantel nicht schneller fliegen konnte“. Während in den 1950er Jahren Wolfgang Koeppen im California Zephyr wie in einer „luftdicht verschlossenen, silberblank geputzten Konservendose“ von San Francisco nach Chicago gleitet, zuckelt Truman Capote durch Andalusien, „so langsam, dass Schmetterlinge durch die Fenster ein und aus flogen“. Luis Sepúlveda besteigt in Patagonien die südlichste Eisenbahn der Welt, und Kurt Drawert erzählt von nostalgischen Reisegesellschaften in der „Transsibirischen Eisenbahn“ und deren Suche nach der verlorenen Zeit. Eine Lesung, die einlädt, auch über das eigene Reisen nachzudenken.

Von Leseteufeln, Papiersäufern und Bücherwürmern
Texte rund um das Lesevergnügen von Miguel de Cervantes, Siegfried Lenz, Elias Canetti und Vladimir Nabokov mehr

Nicht umsonst fällt der “Welttag des Buches” (23.4.) auf den Todestag von Miguel de Cervantes. Ohne den nach Ritterromanen süchtigen Don Quijote wäre die Weltliteratur um eines ihrer schönsten Bücher ärmer. Siegfried Lenz erzählt in “So zärtlich war Suleyken” von Hamilkar Schaß, den, erst seit kurzem des Lesens kundig, ebenfalls nichts von der Lektüre abhalten kann, weder Krieg noch akute Lebensgefahr. Flann O’Brien gibt Neureichen Ratschläge, wie sie ihrer Meterware Buch durch professionelle Buchzerzauser einen intellektuellen Anstrich verleihen können. Und wer hätte nicht wie Klaus Stiller in seinen “Traumberufen” einmal davon geträumt, als Bücherwurm seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Zu guter Letzt beantwortet Lolita-Autor Vladimir Nabokov mit dem ihm eigenen lakonischen Humor die Frage: Wer ist ein guter Leser?

Wasserwelten
Ob als faszinierendes Naturelement oder Lebenselixier: In der Literatur ist das Wasser immer wieder präsent. mehr

Flann O’Brien berichtet von irischen Sintfluten und Urs Widmer von Nachfahren Noahs, die in Erwartung der nächsten Katastrophe bereits ihre ganz privaten Archen bereit halten. Casanova genießt Badefreuden mit Schweizer Eidgenossinnen, Alexandre Dumas preist das Wasser in seinem „Wörterbuch der Kochkünste“ und in der ständigen Angst zu verdursten sammelt Elias Canettis „Wasserhehler“ sogar Wasser. Während Kurt Tucholsky die heilende Kraft der Bäder von Lourdes untersucht lustwandeln Marcel Proust und Italo Calvino am Meer. Tauchen Sie ein!

Literarische Weinlese
mit Texten von Miguel de Cervantes, Alexandre Dumas, Marcel Proust, Kurt Tucholsky, Thomas Mann u.a.

Ge(h)schichten
Eine Lesung auf beschwingten Sohlen. Es gehen, wandern, spazieren und flanieren: Johann Gottfried Seume, Georg Büchner, Victor Hugo, Stefan Zweig, Robert Walser und Thomas Bernhard u.a. (Getreu Jean Pauls Motto “Bücher lesen heißt wandern gehen” können die Texte auch während der Zwischenstopps einer Wanderung gelesen werden.)

Im Frühling
In seinen 300 Novellen spielt Guy de Maupassant mit unübertrefflicher Klarheit die ganze Skala des Menschlichen von absoluter Tragik bis zu frivoler Komik durch. Um eines gruppieren sich die Themen allerdings fast immer: um das alte, in seiner Vielfalt nie auszuschöpfende Wechselspiel zwischen Mann und Frau.